WordPress: Die Kurve zur Vernunft
1. Oktober 2007 – 20:39 Uhr
Die Kurve zur Vernunft haben die Verantwortlichen von WordPress-Deutschland wohl gerade noch bekommen. Es war aber einiges Draufheben von hinten, sprich energische und empörte Diskussion dazu nötig. Via Unser täglich Spam.
Wie schnell doch das eitle Klimpern des Geldes, sprich die Eröffnung einer sogenannten »Refinanzierungs«-Möglichkeit schlimme Ausrutscher vernunftgeleiteten Verhaltens gegenüber den Nutzern (und unter denselben) in einer Open-Source-Gemeinschaft verursachen kann.
Gut ist.
Nicht gut ist jedoch weiterhin, dass WordPress 2.3 den Einsatz vernünftiger Tagging-Plugins (Simple Tagging und Ultimate Tag Warrior) destruiert und ersatzweise eine eigene Funktion mitliefert, die ich bestenfalls als »Tag-Witz« bezeichnen kann. Auf ein weiteres durch ein hervorragendes Plugin realisiertes Funktionsbündel werde ich wohl auch noch warten müssen.
Ich hoffe nur, dass am Ende die Freunde des komfortablen und leistungsfähig unterstützten »Taggens« nicht mit ungestopften Sicherheitslücken auf einer nicht mehr unterstützten 2.2.x-Installation sitzen bleiben müssen.

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Am 1. Oktober 2007 um 21:00 Uhr
Ich hoffe eher — auch so als “Nicht-Tagger” — dass sich jemand daran macht, den ausgereiften Code von solchen Plugins wie “Ultimate Tag Warrior” an die neue Datenbankstruktur anzupassen. Ein Spaziergang wird das aber nicht, da die Taxonomie doch etwas sehr anderes als die alten Kategorien geworden ist. Meiner Meinung nach wäre WP besser beraten gewesen, ein gutes und ausgereiftes Plugin zum Standard-Bestandteil zu machen. Die gesparte Kraft hätte man in ein umfassendes Refactoring des ganzen Projektes stecken können. Dabei wären zwar keine neuen Features entstanden, aber vielleicht ein Kern, der Programmierern von Plugins seltener den direkten Zugriff auf die Datenbank abverlangt — es wäre doch schön, wenn in Zukunft Plugins nicht mehr die notorische Portabilitätsfrage beim Upgrade aufwerfen würden.