Interessantes Auswahlkriterium
16. Juli 2007 – 20:06 Uhr
Vor ein paar Minuten: (Auszug)
Ich: »Woher haben Sie meine Rufnummer?«
Anrufsklave: »Die haben wir per Zufall bekommen. Ein Zufallsgenerator stellt die Telefonnummern zusammen, bei denen wir dann anrufen. (…)«
Ähm, das ist für marktforschende Umfragen ja ein ganz neues qualitatives Auswahlkriterium. Richtig wertvoll, und es ist so zielgruppenspezifisch…
Ich frage mich, wie man sich fühlt, wenn man im Zuge seiner arbeitnehmerischen Pflicht solche billigen Lügen absondern muss. Fragt sich da mancher vielleicht sogar, ob er jetzt nicht eigentlich seinen Arbeitgeber wegen offen und in voller Absicht begangener Gesetzesverstöße anzeigen müsste?
Mir scheint übrigens, dass illegale Reklame- und /oder Umfrage- Anrufe inzwischen gerne einmal in die späteren Abendstunden gelegt werden. Wohl, um die Angerufenen mit dem abendlichen Telefonklingeln zu täuschen, in der Hoffnung, dass diese dann – außerhalb üblicher Geschäftszeiten – eher an private Anrufe denken.
Was ja eben auch bei mir gelungen ist. In Zukunft werde ich meine Haltung also noch rigoroser durchziehen, dass ich Anrufe ohne übermittelte Rufnummer ignoriere. Ich habe einen Anrufbeantworter und rufe gerne zurück, falls mich jemand mit analogem Anschluss aus einem tatsächlich nachvollziehbaren, ernsthaften Grund sprechen will.

Dieser Inhalt (Textbeitrag und Fotos) ist unter einer Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND lizenziert.


Am 17. Juli 2007 um 05:24 Uhr
Das mit den Anrufen am Abend ist mir auch schon aufgefallen. Für die armen Schweine, die dort in den Callcentern arbeiten müssen, macht das durchaus Sinn, weil sie dann eine potentielle Klientel erreichen, die ihnen sonst durch die Lappen geht.