Ubuntu: E-Mail bei Dualboot-Systemen
24. Mai 2007 – 23:14 Uhr
Ich setze mein Ubuntu-Linux (zur Zeit 7.04 Feisty Fawn) zusammen mit einer Windows-Installation auf einem PC ein und entscheide jeweils beim Rechnerstart per Bootmanager, welches System ich starten will.
Nun ergibt sich das Problem, dass ich natürlich gerne auf beiden Systemen auf denselben aktuellen E-Mailbestand zugreifen will. Wie kann ich das erreichen, wenn ich als Mailprogramm Mozilla Thunderbird einsetze?
Thunderbird lässt mir bei jedem E-Mailkonto die Wahl, wo ich die zugehörigen E-Mails ablegen will. Ich finde diese Einstellung in den Konteneinstellungen unter Server-Einstellungen/Lokales Verzeichnis (ganz unten in diesem Dialog).
Hiermit eröffnen sich mir nun zwei Möglichkeiten, wie ich vorgehen kann, um mit beiden Thunderbirds auf denselben Mailbestand zuzugreifen:
1. Zugriff auf das Thunderbird-Profil unter Windows
Sofern ich den inzwischen in Version 1.0 freigegebenen NTFS-Treiber ntfs-3g einsetze (siehe unbedingt auch hier und hier), kann ich prinzipiell auf das Thunderbird-Profil unter Windows zugreifen.
Bei XP befindet sich das hier:
~\Dokumente und Einstellungen\[Anwendername]\Anwendungsdaten\
Thunderbird\Profiles\[Profilname]\Mail\
Ich richte also in diesem Falle meine E-Mail-Konten im Thunderbird unter Ubuntu so ein, dass sie auf die entsprechenden Unterordner dort zugreifen.
2. Ablage der E-Mails in einem profilunabhängigen Verzeichnis
Ich erzeuge ein Verzeichnis mit einem Namen meiner Wahl, in dem ich die E-Mails beider Thunderbirds ablege, z.B. auf einer Partition, auf der sich meine anderen persönlichen Dokumente befinden. Dorthin verweise ich bei beiden Thunderbirds in den entsprechenden Konteneinstellungen.
Meine Erfahrung bisher
Ich selbst verfahre seit inzwischen zwei Monaten nach Methode 2. Probleme und Unverträglichkeiten sind bisher keine aufgetreten, beide Thunderbirds arbeiten völlig einwandfrei. Ich habe jedoch, um möglichen Problemen mit dem NTFS-Schreibzugriff generell aus dem Weg zu gehen, bei der Einrichtung des Rechners eine Partition mit dem FAT32-Dateisystem eingerichtet, auf dem ich u.a. den genannten gemeinsamen E-Mailordner angelegt habe. Das erscheint mir bis auf weiteres als die sicherste Variante.

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Am 25. Mai 2007 um 11:58 Uhr
Auf meinem Rechner sind auch sowohl Feisty Fawn als auch WindowsXP installiert. War das Nutzungsverhältnis anfangs irgendwas bei 20% (Feisty – diverse Tests) zu 80% (WinXP zu arbeiten) liegt es mittlerweile eher bei 70% zu 30%. Und mit jedem gelösten Problem wird Feisty attraktiver (sieh auch http://blog.achmist.de/drucken_mit_ubuntu.html ) Irgendwann heißt es ‘tschüß Windows’
Am 25. Mai 2007 um 13:28 Uhr
Genau so läuft das bei mir auch, nur noch nicht ganz so weit zugunsten von Ubuntu. Im Moment vielleicht Fifty-Fifty.
Gerade wegen meiner etwas umfangreicheren Grafiksoftware-Sammlung und der langjährigen Gewöhnung an diese Programme fällt der volle Umstieg nicht ganz so leicht.
Aber das Gute ist ja, dass es keinerlei Anlass zur Eile gibt. Einfach Schritt für Schritt an das neue System gewöhnen.
Am 25. Mai 2007 um 17:32 Uhr
Nachtrag: durch die überwiegende Nutzung von Ubuntu hat sich für mich die von dir geschilderte E-Mail-Problematik erledigt. E-Mails werden nur noch unter Ubuntu abgerufen. Allerdings nutzte und nutze ich Opera in beiden Systemen. Es wäre wahrscheinlich auch hier eine ähnliche Lösung möglich gewesen…
Am 26. Mai 2007 um 16:48 Uhr
Wenn dein Email Provider IMAP unterstützt, dann haste diese Problematik von vornherein nicht. Bei IMAP bleiben die Mail auf dem Server liegen und werden mit deinem Email Programm synchronisiert… (allerdings ist zu beachten, dass bei KMail als Accounttyp “cachedimap” gewählt werden sollte).
Am 26. Mai 2007 um 19:13 Uhr
Für solche Fälle würde ich gleich an Thunderbird Portable denken. Dann ergibt sich kein Zugriffsproblem auf ein gemeinsames Profilverzeichnis und kann seine mails auch gleich in ein verschlüsseltes Volume auf einen USB-Stick packen.