Ubuntu mit Transparenz
18. Mai 2007 – 20:30 Uhr
Wer sich den Gnome-Desktop seines Ubuntu-Systems mit transparenten Titelleisten, Themes und anderen mehr oder weniger nützlichen Gimmicks wie Animationen verschiedenster Art aufpeppen will, kann das spätestens seit 7.04 »Feisty Fawn« ganz einfach tun, indem er über die Paketverwaltung den Beryl-Manager nebst Emerald-Fenstermanager installiert:
Einfach im Synaptik-Fenster die Suchfunktion nutzen und nach ›beryl‹ suchen. Anschließend in der Fundliste Beryl und Emerald zum Installieren vormerken und jeweils den Hinweis bestätigen, dass weitere Module installiert werden müssen. Bei dieser Gelegenheit kann man gleich noch ein Themepaket für Emerald mitinstallieren.
Der Starter für Beryl wird bei der Installation unter Anwendungen/Systemwerkzeuge abgelegt, dort kann man ihn vorerst manuell starten. Tut man das und es treten Probleme auf, kann man gleich einmal hier nachschauen, ob man je nach Grafikchip noch einige kleine manuelle Konfigurationsarbeiten verrichten muss. Auf meinem System mit NVidia-Chipsatz waren nach dem Start von Beryl die Titelleisten der Fenster verschwunden, was sich durch Hinzufügen einer Options-Zeile in der xconf.org korrigieren ließ.
Wenn grundsätzlich alles einwandfrei zu funktionieren scheint, rufe man über System/Einstellungen den Emerald Theme Manager auf und kann darin nach Herzenslust Themes anschauen und einstellen. Nicht nur die verfügbaren Emerald-Themes sind hier versammelt, sondern auch diverse Dialoge zur minutiösen Feineinstellung: Schatten, Stärke der Fensterrahmen, Buttons, Animationseffekte u.v.a.m.
Eigens per Feineinstellung justierte Themes kann man übrigens unter einem neuen Namen beständig abspeichern.
Eine Theme-Fundgrube findet sich u.a. unter der oben schon angegeben Quelle…
Nun möchte man womöglich noch, dass der solcherart aufpolierte Desktop beim Systemstart geladen wird? Kein Problem, via System/Sitzungen legt man zwei neue Startprogramme wie folgt an:
beryl-manager
emerald --replace
Wer unbedingt will, kann sich auf diese Weise sogar eine Vista- oder MacOS-Optik auf den Bildschirm zaubern. Ich habe mich vor einer weiteren Umschau nach schönen Themes erst einmal für eine relativ schlichte und unauffällige Variante namens Sky entschieden, die ich vom Schattenverlauf her noch etwas bearbeitet habe:
Natürlich kommen die Transparenzeffekte der Titelleisten und Fensterrahmen erst dann richtig zur Geltung, wenn man ein gut kontrastierendes und detailreiches Hintergrundbild, z.B. ein Naturfoto verwendet.
Was die Performance angeht, kann ich nur sagen, dass es einfach auf einen Versuch ankommt. Sicher brauchen transparente Elemente und Animationseffekte mehr Grafikleistung als ein statischer Desktop. Aber wie bei Linux üblich, halten sich diese Anforderungen garantiert auch in diesem Fall gegenüber Windows in erträglichen Grenzen.
Ich habe das Prozedere jetzt für den von mir verwendeten Gonme-Desktop geschildert. Wie sich das Ganze auf einem Kubuntu-System, bzw. unter dem KDE-Desktop verhält, kann ich gar nicht zuverlässig sagen. Möglicherweise kann man aber dort Transparenz-Effekte sogar einfacher realisieren…

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Am 19. Mai 2007 um 18:38 Uhr
Das ist wirklich schön. Und mein vorheriger Kommentar, diese Seite sei nicht erreichbar, hat entweder gewirkt oder etwas mit einer sehr wackeligen, weil drahtlosen Verbindung zu tun.
Also werde ich demnächst Kubuntu noch mit Ubuntu ergänzen. Vielen Dank für den Hinweis.