Datenschu-huu-tz
1. February 2007 – 16:44 Uhr
Der Gesetzeswahn sowie die Kontroll- und Regulierungssucht unserer Regierung ist offenbar grenzenlos und nimmt inzwischen einen enthemmten Verlauf, der auf mich kaum noch wie ernsthafte Politik, sondern eher wie ein vollendet groteskes Laien-Schaustück wirkt.
Wie dem auch sei, eigentlich müsste man sich ja zurücklehnen und dieses Stück gemeinsam mit ein paar netten Menschen aus dem Rest Absurdistans Europas anschauen und sich dabei köstlich amüsieren. Aber bevor ich das ernsthaft in Erwägung ziehe, weise ich eben noch auf die jetzt hier ganz neu vorzufindende Datenschutzerklärung hin, die ich nach dem freundlichst vom Lawblog zur Verfügung gestellten Muster speziell für dieses Blögchen angefertigt habe.
Ebenfalls zum Thema zu lesen, einschließlich eines etwas anders formulierten Musters zu einer solchen Erklärung, gibt es bei luebeckonline.com.
Danke an webdesign-in.de für die Information.

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Am 1. February 2007 um 17:15 Uhr
Die spinnen doch alle. Manchmal frage ich mich, warum ich überhaupt noch Seiten im Netz habe…
Das steht ja bei Dir dann in der Datenschutzerklärung. *brrrr* Dazu fällt mir ein: Ich wüsste gar nicht, wo ich solche Daten einsehen könnte, um sie auf Anfrage weiterzuleiten. Gibt es eigentlich ein WP-Plugin, dass solche Dinge schön mitloggt, damit man auf Wunsch die Infos auch preisgeben kann? — Alles viel zu viel bürokratisiert.
(Ich vermisse die Kommentar-Vorschau…)
Am 1. February 2007 um 18:13 Uhr
Jaja, die Kommentarvorschau…
Wenn ich nicht so viel Zeit mit solch einem achtkantigen Schwachsinn wie Datenschutzerklärungen (für alle von mir gepflegten Webprojekte, so fünf Stück etwa) verplempern müsste, könnte ich mal sehen, warum die Kommentarvorschau zuletzt nicht mehr ging.
Was die (nicht) möglichen Auskünfte angeht:
Da ist im Bedarfsfall tatsächlich nichts weiter auszukunften, falls jemand mal nachfragen sollte. Man kann einem Auskunftsgierigen ja die WordPress-Kekse schicken…
Hahahahahahahaha…
Darüber sollte ich mal nachher vielleicht noch einen kleinen verschärften Artikel verfassen. Und diesen dann in der Erklärung verlinken.
Am 1. February 2007 um 18:58 Uhr
Was ich jetzt noch nicht verstanden habe: Wer muss jetzt alles eine Datenschutzerklärung abgeben? Jeder? Oder alle, die in irgendeiner Form von Besuchern Daten aufnehmen? Das schlösse auch ein Kontaktformular ein. Also tatsächlich jede Webseite???
Und von wegen “freiwillige Angaben” bei Kommentaren. Ist WP nicht so drauf, dass man Name und eMail-Adresse angeben muss? Oder kann man das auch ausschalten?
Noch einmal: Die spinnen und können einem so richtig den Spaß an der Sache verderben.
Am 1. February 2007 um 23:04 Uhr
Wer muss?
Nach dem, was ich bisher gelesen habe (siehe u.a. meine Quellen), muss wohl JEDER, der auch nur eine winzige Web-Visitenkarte ins Netz stellt. Denn der Webserver legt ja meist ein Logfile mit IP-Adresse usw. an. Und Zack, schon sind persönliche Daten erhoben… (egal, ob man selbst den Server betreibt oder ein Provider)
So weit zumindest bisher mein Kenntnisstand.
WordPress und Kommentare:
Die »Pflicht« kann man im Adminbereich abschalten: Einstellungen/Diskussion – Bevor ein Kommentar erscheint, muss der kommentierende Autor…
Und Spaß verderben: Vielleicht ist genau das ja beabsichtigt. Im Sinne wohlfeiler leistungsfreier Einnahmen nur einigen Abmahnovskis Spaß bereiten auf Kosten der Allgemeinheit…
Man müsste mal herausfinden, wer diesen Stuss ins Gesetz diktiert hat.