Günstige Fleischwaren
2. September 2006 – 0:18 Uhr
In Bayern hat sich ein Teil der Fleischverwurstungsindustrie offenbar wieder entschlossen, recht günstige Fleischwaren in Non-Premium-Qualität zum schnellen Verzehr in den europaweiten Handel zu bringen. Das wurde nach der letzten erfolgreichen Vermarktungswelle natürlich strengstens kontrolliert. (Muss man da jetzt möglicherweise an wirkungsvolle »Krontrollseilschaften« denken?)
Übrigens, weil dieses Abwiegelargument jetzt wieder so sicher in die Diskussion kommen wird wie die Salmonellen ins Geflügel:
Schuld an »Gammelfleisch« im Handel sind nicht die Verbraucher, sondern die vergammelten Hersteller und Händler, die diesen Dreck skrupellos in den Handel bringen.
Nachtrag 03.09.:
Inzwischen wurde wieder die »Schärfere-Kontrollen/Härtere-Strafen«-Bandaufnahme vom letzten Mal eingelegt. Die klingt immer noch so beruhigend wie damals…
Nachtrag 04.09.:
Inzwischen läuft die o.a. Bandaufnahme richtig rund und ungestört, es ist sogar groß von Forderungen nach lebenslangen Berufsverboten und Gefängnisstrafen die Rede. Daraus schließe ich mal ganz privat und leise, dass sich die Branchenlobbyisten zur Zeit womöglich noch bedeckt halten. Es sind ja tatsächlich noch keine konkreten Maßnahmen in Angriff genommen worden. Da wird im Moment populistisch erheblich heißer gekocht als gegessen – und später wird man sich wirklich gar nicht mehr an die Forderungen der ersten Stunden vor den Mikrofonen erinnern können…

Inzwischen weitet sich die Dreckschweinerei bundesweit aus, denn geliefert wurde wohl bundesweit. Ich frage mich, wie groß die Herde schwarzer Schafe tatsächlich ist, und inwieweit von den Gangstern nicht eben genau das geliefert wurde, was bestellt wurde…

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