Gedämmert
30. März 2006 – 21:41 Uhr
Eine Gruppe hochspezialisierter Fachleute begibt sich zu einer Forschungsstation auf dem Mars, um mit den dort verbliebenen Wissenschaftlern darüber zu beraten, wie man die durch unachtsame Experimente entstandene dramatische Situation wieder in den Griff bekommt. Es entwickeln sich interessante Diskussionen zwischen Vertretern verschiedener Disziplinen, in denen auch ethische und gesellschaftliche Fragestellungen in einer für einen Film erstaunlichen Tiefe eruiert werden. Die Regie des Films begleitet die diskursive Weite der Thematik, wie sie im Drehbuch angelegt ist, mit ruhig entwickelten Spannungsbögen in offenen, hellen Bildern und geradezu elegischen Einstellungen, wodurch sich dem Zuschauer nicht zuletzt der philosophische Horizont der Geschichte nachhaltig vermittelt.
Das Ende bietet keine für alle Beteiligten einvernehmliche Lösung, sondern – dies ist dem verständlichen Wunsch nach einem größeren Publikum geschuldet – ein Happy-End, das aber durchaus zu weiterem Nachdenken (in der Fortsetzung…) anregen mag.
Das wohlausgewogene Darstellerensemble erscheint nachgerade…
Aahhh, so ein Quatsch! Ganz anders…
Dicke Steroid-Bratzen einer Spezialeinheit mit noch dickeren Kanonen und noch viel blöderen Dialogen spratzeln sich auf einer völlig sinnlos strukturierten ›Forschungsstation‹ durch eine garstige Horde monströser Resultate absurder gentechnischer Experimente.
Das Ganze heißt »Doom«, ist unmittelbar dem gleichnamigen Spiel in Version 3 entsprungen, dementsprechend völlig eindimensional, gewalttätig und blutrünstig. Was dem Spiel ja noch angehen mag, das verbreitet wenigstens noch Atmosphäre, die dem Film leider völlig abgeht.
Aber was soll’s? Besser als »Alone in the Dark« (ja ich weiß, danke für die Abmanhung wegen Schmähkritik…) ist das Machwerk allemal.
Meine Empfehlung:
Wer gerade gar überhaupt nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, ein paar nette Spratzelszenen samt gelegentlichen widerlichen Körpereinblicken (Splatter…) nicht scheut, der muss diesen Film auch nicht wirklich sehen. Kann aber.

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Am 30. März 2006 um 22:24 Uhr
Mutig, mutig. Ich hätte nicht den Mut gefunden, meine kostbaren Lebensminuten für so einen Schund herzugeben. Dann doch lieber Dein fiktiver erster Film.
Die Einleitung hat jedenfalls zum Weiterlesen animiert. Wollte doch wissen, welcher Film das sein könnte. Und dann das… *seufz*
Im Trailer – einziger Einblick in die Celluloid-Verschwendung – wurde mir schon bei den Ego-Shooter-Einstellungen übel. Im Spiel okay, aber als Kamera-Einstellung? Nee…
Am 31. März 2006 um 09:14 Uhr
Ich habe tatsächlich schon Schlimmeres gesehen. Nun, einen gewissen Spaß hat das Machwerk allemal gemacht. Außerdem hatte ich gerade den Impuls, »The Rock« mal als Schauspieler (ehm…) zu sehen.
Nun, als WWF-Wrestler hatte er jedenfalls mehr Charisma.
Die knapp fünf Minuten lange Ego-Shooter-Szene ist übrigens letzten Endes die Quintessenz des Films.
Aber immerhin hatte ich nicht den Impuls, den Film vorzeitig abzubrechen und die DVD meckernd zurückzubringen. Diesen hatte ich z.B. mehrfach bei »Episode II«… Oh wie bin ich verkommen… mögen die Prügel mit mir sein…