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dyingeyes weblog: das persönliche Weblog von Boris Stumpf aus Frankfurt am Main

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Monatsarchiv für März 2006

Zeig mir deinen… Lem

Friday, den 31. März 2006

Lem in meinem Buecherregal

In diesen gut achtzig Zentimetern Stanisław Lem werde ich wohl demnächst wieder etwas häufiger blättern und lesen. Suhrkamp-Kenner dürften an den Ausgaben erkennen, dass meine Lem-Lektüre zum Teil schon viele Jahre her ist und langsam, aber sicher einer Auffrischung bedarf. Wenn ich doch nur nicht so viele andere Bücher im Warteregal stehen hätte…

Leider braucht es zu solcher Erinnerung und Auffrischung meist erst den Tod des Autors.

Wer diesen wichtigen Erzähler und Essayisten der Phantastik, Futurologie, Science Fiction, Kybernetik und Philosophie kennenlernen möchte, der findet beim Suhrkamp-Verlag sein umfangreiches Werk, soweit es ins Deutsche übersetzt wurde.

Hosen runterlassen!

Friday, den 31. März 2006

Am 5. April ist der »First Annual Naked Day«.

Auf Anregung des Initiators Dustin Diaz sollen an diesem Tag alle an standardbasiertem Webdesign Interessierten die Stylesheets (CSS) ihrer Websites deaktivieren. Mit dieser offenbarenden Maßnahme soll der Wert sematisch korrekten und standardkonformen Markups demonstriert werden.

Hierzu bitte genauer bei Dustin Diaz nachlesen, wie man sich als Teilnehmer in die Aktion einreiht (per Kommentar…).

Via Jens und Ralf

Jetzt schnell in den Desktop-Kalender eingetragen und hoffentlich nicht übersehen…

Gedämmert

Thursday, den 30. März 2006

Eine Gruppe hochspezialisierter Fachleute begibt sich zu einer Forschungsstation auf dem Mars, um mit den dort verbliebenen Wissenschaftlern darüber zu beraten, wie man die durch unachtsame Experimente entstandene dramatische Situation wieder in den Griff bekommt. Es entwickeln sich interessante Diskussionen zwischen Vertretern verschiedener Disziplinen, in denen auch ethische und gesellschaftliche Fragestellungen in einer für einen Film erstaunlichen Tiefe eruiert werden. Die Regie des Films begleitet die diskursive Weite der Thematik, wie sie im Drehbuch angelegt ist, mit ruhig entwickelten Spannungsbögen in offenen, hellen Bildern und geradezu elegischen Einstellungen, wodurch sich dem Zuschauer nicht zuletzt der philosophische Horizont der Geschichte nachhaltig vermittelt.

Das Ende bietet keine für alle Beteiligten einvernehmliche Lösung, sondern – dies ist dem verständlichen Wunsch nach einem größeren Publikum geschuldet – ein Happy-End, das aber durchaus zu weiterem Nachdenken (in der Fortsetzung…) anregen mag.

Das wohlausgewogene Darstellerensemble erscheint nachgerade…

Aahhh, so ein Quatsch! Ganz anders…

Dicke Steroid-Bratzen einer Spezialeinheit mit noch dickeren Kanonen und noch viel blöderen Dialogen spratzeln sich auf einer völlig sinnlos strukturierten ›Forschungsstation‹ durch eine garstige Horde monströser Resultate absurder gentechnischer Experimente.

Das Ganze heißt »Doom«, ist unmittelbar dem gleichnamigen Spiel in Version 3 entsprungen, dementsprechend völlig eindimensional, gewalttätig und blutrünstig. Was dem Spiel ja noch angehen mag, das verbreitet wenigstens noch Atmosphäre, die dem Film leider völlig abgeht.

Aber was soll’s? Besser als »Alone in the Dark« (ja ich weiß, danke für die Abmanhung wegen Schmähkritik…) ist das Machwerk allemal.

Meine Empfehlung:
Wer gerade gar überhaupt nichts mit seiner Zeit anzufangen weiß, ein paar nette Spratzelszenen samt gelegentlichen widerlichen Körpereinblicken (Splatter…) nicht scheut, der muss diesen Film auch nicht wirklich sehen. Kann aber.

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  • Boris (Autor) am 20.4.2012:
    Das ist tatsächlich eine Möglichkeit, die ich auch bedenke: augenstille.de umbauen wie...
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    Es reicht ja auch, das Blog mal ein paar Monate / Jahre liegen zu lassen – ich kenne ein...
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    Ja, das ist ärgerlich und unnötig. Vor allem kriegt man das ganze nicht so einfach ab, wenn man...

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