Putziger Kommerz
22. November 2005 – 11:02 Uhr
Ich liebe solche putzigen Anwandlungen gewerblicher Geldverdiener:
Auf Heise:
Messe kritisiert hohe Hotelpreise in Hannover zu CeBIT-Zeiten
Ich halte es da dann doch lieber mit einem der (meist von genau denselben Protagonisten eifrig herbeigebeteten) Glaubensphrasen des Neoliberalismus, dass man wirtschafltliche Belange dem freien Spiel der zum Wohle aller sich selbst regulierenden Marktkräfte überlassen muss. Da weder Hotels noch Messen irgendetwas mit »sozial« zu tun haben, können wir in diesem Zusammenhang sogar das Attribut »soziale« aus dem Begriff »Soziale Marktwirtschaft« streichen – und sagen:
Wo ein Markt ist, ist auch ein Preis, und Messebetreiber wie Hotels nehmen zuverlässig genau die Preise, die sie mit aller Gewalt gerade so eben erzielen können. Nichts davon in diesem speziellen Fall ist auch nur ein Jota anders als sonst in der Welt der Waren und Dienstleistungen. Alles, was davon abweicht, regeln meist gesonderte Verträge oder Absprachen. Die man eben schließen muss. Oder einer kauft den anderen einfach und kann dann die Preise noch »freier« selbst regulieren. Oder man geht eben einfach ins gelobte Land nach China oder Tschechien, nicht ohne zuvor aber die gut bezahlten Lobbyisten noch ein wenig schwarzmalerisch »deutschland-nörgeln« zu lassen.
Übrigens: Entgegen möglicherweise anders lautenden Gerüchten scheint es nicht der Fall zu sein, dass sich die Hannoveraner Hotelbetreiber über überzogene Eintrittspreise der CeBIT beschwert hätten.
:shock:

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